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ÜBERBLICK

Der Naturpark der Halbinsel Llevant und die Naturreservate Cap de Ferrutx und Cap des Freu liegen im Nordosten der Insel Mallorca am nördlichen Ende des Llevant-Gebirges innerhalb der Gemeinden Artà und Capdepera.
Das geschützte Gebiet ist insgesamt 1.671 Hektar groß, von denen 1.658 zu den öffentlichen Landgütern Albarca, Es Verger und S’Alqueria Vella gehören und 13 zum Naturreservat Cap des Freu.
Die Gründung des Naturparks und der Reservate wurde per Dekret vom 9. November (Amtsblatt der Balearen [BOIB] Nr. 140, vom 22.11.2001) wirksam. Die Grenzen des Gebietes wurden im Rahmen des Gesetzes 10/2003 vom 22. Dezember über steuerliche und verwaltungstechnische Maßnahmen neu gesteckt.
Der Naturpark befindet sich innerhalb eines Vogelschutzgebietes (ZEPA) und ist zugleich ein Gebiet von gemeinschaftlichem Interesse (LIC) gemäß den europäischen Richtlinien für Vögel und Lebensräume. Deshalb wurde er von der Balearenregierung für das europäische Schutzgebiets- Netzwerk Natura 2000 vorgeschlagen. Es handelt sich auch um ein Naturschutzgebiet (ANEI) nach dem Gesetz 1/1991 vom 30. Januar über Naturschutzgebiete und Verordnungen in besonders geschützten Zonen der Balearen.

DAS LAND UND DIE GESCHICHTE

Das heutige Aussehen dieser Landschaft ist das Ergebnis der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur im Laufe der Jahrhunderte.
Im Park befinden sich ausgedehnte Oliven-, Mandel-, Feigen- und Johannisbrotbaumkulturen. Die Entwicklung des Tourismus war der Grund dafür, dass in den weniger rentablen Gebieten der landwirtschaftliche Betrieb zusehends aufgegeben wurde. Zur Regeneration der Weideflächen für Weideschafe und Ziegen wurde die Garigue immer wieder in abgebrannt. Diese Maßnahme förderte die Verbreitung sprießender Spezies, wie Dissgrass und Zwergpalmen. So prägen die Dissgrassfelder große Flächen des Parks, vor allem in Gebieten, die ehemals von Wäldern oder anderen Baum-Gemeinschaften besetzt waren.

DIE NATURSCHÄTZE

Die enorme Vielfalt der Lebensräume mit Felsküsten, Höhlen und Erdlöchern, Quellen und Torrents, Wäldern und der Garigue, einer offenenen mediterranen Strauchformation, verleihen diesem Naturpark einen außerordentlichen landschaftlichem Reiz.
Das Gebiet enthält viele Arten, die auf den Balearen endemisch sind. Was die Pflanzenwelt betrifft, muss das Balearische Johanniskraut (Hypericum balearicum) hervorgehoben werden und der Meeresgamander (Teucrium marum subsp. occidentale). Unter den endemischen Tieren gibt es die Schnecke Iberellus balearicus, den Höhlen- Pseudoskorpion (Chthonius balearicus) und die Balearische Grasmücke (Sylvia balearica).
In dem Park erholen sich die Bestände von Mittelmeerschildkröten (Testudo hermannii), Balearischen Wechselkröten (Bufo viridis balearica). Unter den Vögeln müssen wir auf den Zwergadler (Hieraaetus pennatus) hinweisen, den Wanderfalken (Falco peregrinus), den seltenen Schmutzgeier (Neophron percnopterus), die Korallenmöwe (Larus audouinii) und die Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis). Alle diese Arten nisten im Park. Möglicherweise werden dies in Zukunft auch Rotmilane tun (Milvus milvus), da Jungtiere dieser Art mit diesem Ziel hier ausgesetzt wurden.

DAS KULTURERBE

Die ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens spiegeln sich in archäologischen Funden. Es gibt auch Überbleibsel von Militärarchitektur, von denen der Wachturm Talaia Moreia, der der Küstenbewachung diente, und die Überreste eines Gefangenenlagers herauszuheben sind.
Außerdem möchten wir auf die Häuser der Landgüter aufmerksam machen (wie zum Beispiel die Häuser von Albarca), die Terrassenkulturen und die verbliebenen Elemente des landwirtschaftlichen Lebens (Ölmühlen, Schöpfräder …).
Das reichliche Vorkommen der Zwergpalme führte dazu, dass sich Ende des XIX. Jahrhunderts in dieser Region das Flechthandwerk entwickelte. Noch heute gibt es einige Kunsthandwerker, die diese Tätigkeit ausüben.

REGELN

  • Schließen Sie die Schranken, damit das Vieh nicht entkommt.
  • Machen Sie kein Feuer, Sie befinden sich in einem Gebiet mit hohem Waldbrandrisiko.
  • Beobachten Sie die Pflanzen und Blumen, ohne sie zu pflücken.
  • Werfen Sie keinen Müll weg.
  • Spazieren Sie in Ruhe auf den Wegen, so verhindern Sie, dass die Tierwelt und andere Besucher gestört werden.
  • Nehmen Sie keine Hunde in den Park mit, denn sie können das Weidevieh und andere Tiere des Naturparks stören.
  • Benachrichtigen Sie das Parkpersonal, wenn Sie Beschädigungen oder Regelwidrigkeiten beobachten.


EINRICHTUNGEN UND SERVICE

  • Die Herbergen von Alzina, Oguers und S’Arenalet. Reservierung unter 971 17 76 52.
  • Lagerplatz am Strand von S’Arenalet. Reservierung unter 971 17 76 52.
  • Geführte oder selbst organisierte Touren.
  • Parkplatz bei den Häusern von S’Alqueria Vella.
  • Im Naturpark-Office gibt Ihnen das Parkteam die Informationen, die Sie benötigen.
  • Tel. 606 096 830
  • Zum Park fahren Sie die Straße von Artà in Richtung Ermita de Betlem (Ma-3333) und biegen am Kilometer 4,7 nach rechts ab. Sehen Sie die Karte

ROUTEN INFORMATION - Karte (pdf)